Archiv für die Kategorie: “Unterricht”

Hier geht es darum, was ich gelernt habe und wie die Stunde abgelaufen ist.

Es wird mir immer wieder von meiner Reitdomina eingeprügelt. Gymnastiziere dein Pferd und es läuft eine gesunden und kraftvollen Tölt.

Wie recht sie hat und ich habe gesehen, dass es mir nicht nur alleine so geht.

Auf ~Wege zum Pferd~ hat Babette sehr schön beschrieben, dass es einfach wichtig und viel schöner für Reiter und Pferd ist, wenn das Pferd gebogen und wie ein „Normales” Pferd gearbeitet wird.

Viele Gangpferde, so meine Erfahrung, ihr könnt mir gerne widersprechen wenn es nicht so ist, werden von Freizeitreitern ohne Dressurambitionen. Ist ja auch nicht schlimm, ich bin eigentlich selbst ein Wald-und-Wiesen-Reiter wie man so schön sagt.

Egal welches Pferd man unter dem Hintern hat, es sollte nach der Ausbildungsskala der FN ausgebildet sein. Diese Skala wird in allen Bereichen angewandt, weil sie ein System hat und ohne das eine erarbeitet zu haben, kann man mit dem anderen nicht weiter machen. Egal wie man es nennt, es steckten immer die 6 Säulen der Ausbildungsskala mit drin.

Nun komm ich aber irgendwie vom Thema ab. Also seit dem ich meine Reitdomina habe, bin ich von nur im Tölt draußen und mal etwas Galopp zum auch mal Dressurelemente einbauen gekommen. Nun ist auch noch der Wunsch nach einem kleinen Reitplatz entstanden, obwohl ich die Dinger immer gehasst habe. Nie war ich ein Kringelreiter, aber mittlerweile verspüre ich den wirklichen Drang, etwas kleines zu haben wo ich mein Poony wirklich real biegen zu können. Manchmal wenn es mich packt, dann reite ich in unserem Round Pen. Etwas klein, mein Fuß kommt auch oft gegen die Gitter, aber es bringt meinem Pferd und mir wirklich etwas, weil ich mich darauf konzentrieren kann wie ich sitze. Es kommt kein Fußgänger, keine Autos oder sonst etwas was mich ablenken und mir in den Weg springen kann.

Also alles in allem: arbeitet eure Pferde egal ob Wald-und-Wiesen-Pony, Kaltblüter, Vollblüter, Dressurcrack, Springcrack, Westerncrack, Gangcrack oder was es noch alles gibt vernünftig und denkt auch mal an dran es zu biegen, denn wenn man das regelmäßig macht, kann man schon nach recht kurzer Zeit ein Ergebnis sehen.

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Am Samstag dem 04.04. hab ich dann gleich mal eine Stunde genommen, damit ich das mit dem tölt besser hinbekomme… So habe ich gedacht, denn am Freitag davor war ja tölt das Hauptthema. Ja ich sollte das Denken manchmal mal meinem Pferd überlassen, denn der hat einen größeren Kopf.

Nix da Tölt, Schritt und Trabarbeit. Mit viel stellen und biegen, an den Zügel heran reiten usw. Eine Qual, wenn man das noch nicht so oft gemacht hat und nach 12 Jahren reiten, das “richtige” reiten lernt, dann ist das manchmal nicht so einfach, wie es bei anderen Menschen aussieht, ich kann mir manchmal gar nicht vorstellen, dass dies Menschen jahrelang gelernt haben und vorher nicht verzweifelt sind. Nun gut, ich beiße mich da durch und probiere mein bestes zu geben, wie ich immere sage, kleine Wunder werden sofort erledigt, nur größere dauern länger. Wie lange kann ich nicht sagen, aber es wird :) Ich sehe die Verbesserungen ja langsam selbst und das soll schon was heißen. Ich nehme das immer sehr schwarzmalerisch und glaube dann nicht wirklich, dass ich mich gebessert habe. Aber das ist mal wieder irgendwann ein anderes Thema :)

Nun es ging rüber “auf die andere Seite” auf dieser anderen Seite (ja es gibt zwei einmal zur Rennbahn und einmal zu Rossmann) gibt es mehrer kleine Strecken wo man schön galoppieren kann. Unteranderem gibt es eine kleine Rennbahn mitten auf einem Feld die sämtliche Reiter der Umgebung benutzen. Es ist einfach eine breite Sandbahn eingelassen wo locker zwei Pferde nebenher rennen können. Das macht irrsinnigen spaß, mit Anika und Draumur einfach mal die Hufe fliegen zu lassen, wenn ich dann nicht immer Staub fressen müsste… Aber dazu bestimmt einanderes mal, wenn wir wieder ausreiten.

Nun auf den Weg dorthin, sollte ich Galdur versuchen nach links und rechtsstellen, damit er im Genick flexibel bleibt. Nach rechts geht das gut, nur nach links, ist das bei uns beiden immer ein Drama, denn das ist nicht unsere Schokoseite.

Nun nach viel Schenkelarbeit, so das Galdur durch meinen Schenkel nach rechts weicht, war das echt ein hartes Stück arbeit für mich. Über die Hauptstraße auf der anderen Seite angekommen, ging es mit der Trabarbeit los. Leichttraben und dabei nicht nach vorne fallen. Zügel aber auch nicht durchhängen lassen und eine konstante Verbindung aufrecht erhalten.. Super sache, wenn das immer alles so einfach wäre, könnte ich glaube ich Grand Prix mitreiten. Ein weiteres Stück arbeit, aber auch wieder etwas schönes zum lernen und üben, wenn ich alleine bin. Diese Strecke ist nicht gerade kurz und somit bin ich wirklich ins schwitzen gekommen. Nicht schön, aber auch nicht selten bei solchen arbeiten mit Anika. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe viel gelernt, in dieser Stunde. Mit einen kleinen Galopp auf der Campingplatzrunde, musste Anika dann auch mal etwas Staub in kauf nehmen, denn ihr Fahrrad ist nicht so schnell wie Galdur :) Vorallem nicht bei so einem weichen Boden. :D

Auf den Heimweg abgebogen gab es dann noch Schrittarbeit und ein paar Entspannungsphasen, wir wollen das Pferd ja nicht ärgern. Zu hause wieder angekommen, glaube ich waren wir beide einfach nur fertig und haben uns gefreut wieder da zu sein.

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Ja es gibt in meinem Unterrichtleben auch noch eine dritte Kategorie und das ist Unterricht im Gelände. Für mich perfekt, denn alles was in der Halle klappt, muss ja nicht zwangsweise auch draußen klappen, denn da ist es einfach freier.

Am Freitag (dem 03.04) sollte es keine große Runde werden, aber doch voll von arbeit. Es ist ja nun mitlerweile bei euch bekannt, das es bei mir ja immer noch am tölt hackt. Ich lerne ja noch und da bin ich glaube ich auch sehr eifrig drin, denn ich versuche immer alles sofort abzuspeichern und zu behalten. Wenn man nach solchen Stunden in meinen Kopf guckt, dann würde man ganz viele Post-it-zettel sehen, weil ich mir dann immer versuche alles zu merken. Was leider nicht funktioniert, wie man sich denken kann. Wie war das? Das Gehirn braucht mindestens 5 Wiederholungen um, die gelernten Handgriffe zu speichern? Meins braucht definitiv länger und immer wieder korrektur. Leider, geht mir irgendwie selbst auf den Keks, aber Dr. Kawashima kann mir da leider auch nicht so weiterhelfen. So nun genug rumgeheult.

Es ging den Märchwald hoch. Ich sollte Herrn Plüsch langsamer bekommen im Schritt. Scheiße ist das eine Arbeit der Bauchmuskeln. Aber ich sollte das so machen, also wurde es gemacht, so gut ich konnte. Ein paar Schritte tölt habe ich rausbekommen und dann sind wir wieder in den Trab gefallen. Durchparieren in den Schritt (ich wurde jedes Mal in meiner Reaktion schneller). Das ganze ging den ganzen Märchewald runter. Immer wieder versammeln, antölten, Pferd fällt wieder auseinander, also trab und wieder durchparieren. Nun gut, das war glaube ich  5 oder 6 genau diese reinfolge. Dann sind wir an der Straße lang. Ich muss gleich für alle sagen, die sich hier nicht auskennen, diese Straße die ich meine, ist eine Verbindungsstraße zwischen Isernhagen FB und HB, auf dieser Straße ist nicht viel los, also kann man da bedenkenlos auch mal schneller reiten auf dem Streifen neben der Straße, die nicht aus Teer besteht.

Dort sollte ich traben und mit vielen kleinen Spielereien die mir von Anika zugeflogen arbeiten. Mensch das war für mich doch eine Mamutaufgabe, aber ich habe sie (aus meinen Augen) gut gemeistert und mir ein paar Sachen gemerkt.

Als wir wieder auf dem Hof ankamen, war ich doch etwas fertig, aber ich hatte einen Lichtblick, denn ich habe etwas mitgenommen und so werde ich immer wenn ich draußen reite, probieren dies auch zu machen.

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um meine Muskeln zu entspannen war ich gestern schnell in der Badewanne, dann hab ich einen “Träum schön” Tee in meiner Tasse gehabt und genoss die letzen Minuten von GNTM. Mensch sind die teilweise doof, aber nun gut, es geht hier ja nicht um den IQ anderer Menschen im TV, sondern um meine “nette” Reitstunde.

Die Badewanne hatte ich echt nötig nach der Stunde, die noch nicht mal 60 Minuten gedauert hat. Ich weiß gar nicht genau wie lange es war, aber es kam mir sehr lange vor. Als erstes, na wer kann es ahnen? Genau, ging es los mit herum laufen und anhalten.

Dann bin ich aufgestiegen und bekam den Ball untern Hintern. Ein paar Runden im Schritt, Loch vorhanden, andere Seite, wieder ein paar Runden Schritt, Loch war da und dann kam der Schmerz. Wer mir nun mal nachfühlen möchte, der pieke sich nun bitte, von oben nach unten mit dem Zeigefinger in die Oberschenkelinnenseite. Da wo es jetzt weh tut, da liegt der Ball und wenn man dann auch noch leichttraben muss mit dem Ball am Oberschenkel, dann bitte vorstellen, dass er auch immer schön von links nach rechts rollt… Ja das schmerzt und da Anika nicht meinen eigentlichen Punkt genommen, weiter oben, nein es ging runter zum Knie und das hat sehr geschmerzt.

Nun so ritt ich im leichtrab durch die Halle und habe wirlich laut Aua gesagt, denn das war absolut nicht nett. Das ganze auf der anderen Seite auch, da hat es aber nicht so weh getan und dann ging es an Kringel reiten. Plötzlich sollte ich anhalten und mit einem fiesen Lächeln hat man mir die Bügel geklaut. So ein mist, dass kann ich doch nicht, ich hab dann immer das Gefühl, dass ich runter kippe. Nun kommen wir zu der Aufgabe, die mir den Muskelkater des Jahres verursacht hat.

Ich musste nicht nur ohne Bügel reiten, nein ich sollte auch noch ohne Bügel leichttraben. Das schon so lange her, dass ich das machen musste, das ich schon gar nicht mehr wusste, wie schmerzhaft es sein kann und so habe ich mich durch die Halle gequält. Es wollte nicht klappen und da Anika so viel korrigiert hat, hat es mir irgendwann gereicht und ich habe vor ihr angehalten und dann musste sie mir das vormachen, wie es korrekt aussieht. Anika zog ihre Kreise. Super kann sie das, ich denke mal der rote Kopf, denn sie beim reiten manchmal bekommen, gehört zur Konzentratiman :P

Nachdem sie mir das vorgemacht hatte, musste ich wieder aufsteigen und wie kommt man aufs Pferd ohne Steigbügel zu benutzen? Genau, man benutzt die Eimer, die in der Halle stehen, damit klein Sonny achten reiten kann. Pferd blieb auch schön stehen und ließ mich aufsteigen.

Also wieder erneut antraben und wieder leichttraben. So eine scheiße, wer hat sich DAS einfallen lassen? Der sollte echt geteert und gefedert werden. Nach dieser Qual, durfte ich dann aussitzen und Achten reiten. Auch nicht nett, da ich in den Kurven immer nach innen gerutscht.

Dann sollte ich von der Acht den ersten Bogen traben, durch parieren in den Schritt, den zweiten Bogen im Schritt gehen und dann wieder einen Gang hochschalten. Nach 5 Wiederholungen sollten ich von der Acht 1 1/2 Bogen traben und einen halben Bogen Schritt reiten. Das ganze ging dann auch ein paar Wiederholungen und wir waren fertig.

Pferd noch trocken geführt und Feierabend.

Vielleicht können wir in der nächsten Stunde mal wieder ins Gelände gehen, so wie wir es für gestern geplant hatte, aber dann kamen die Flocken vom Himmel und sind auch super schnell liegen geblieben.

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Sonntag der 15.02.

Erst haben wir bei den Hengsten auf der Wiese, (ja unsere Hengste haben eine eigenen Wiese und sie stehen nicht den ganzen Tag in einer kleinen stickigen Box, nein sie sehen auch was von der Welt) jedenfalls haben haben wir auf der Wiese noch einen kleinen Zwischenzaun gezogen, da zwei junge Mädels immer Querfeldein reiten und so dann an der Wiese vorbei kommen. Da wir keine Lust zum Pferde einfangen haben, ist da nun ein Zaun.

Danach bekam ich meinen Unterricht in Doppellonge und da ist dann mal wieder aufgefallen das die rechte Hand besser geht als die Linke, aber dazu noch später. Anika war gerade dabei, Stangen in der Halle hintereinander zu legen, als ich bemerkte das ihr Blick ganz merkwürdig durch die Halle schwenkte. Ich habe nichts Gutes geahnt und so zog sie eine Holzplatte aus der Ecke und legte sie mitten in die Halle. Herr Plüsch hat etwas doof geguckt, aber sonst hat ihn das nicht interessiert. Dann fiel ihr noch ein, dass sie ja eine Siloplane holen könnte und so tat sie das. Nun lagen in unserer Halle, eine Siloplane, eine Holzplatte und vier Stangen. Gut und was sollte das alles? Genau ein kleiner Parcour.

Erst ging es über die Stangen, was ja kein Problem, denn das kennt er ja schon vom longieren. Aber die Platte, das war eine kleine Überwindung, da rüber zu gehen. Erst durfte er etwas gucken und ist dann quer darüber gegangen. Dann sind wir längs drüber und nach ein paar Runden sind wir stehen geblieben. Super gemacht Herr Plüsch. Anika fand es langweilig :) Ich glaube sie wünscht sich manchmal einen wilden Mustang oder ein Pulverfass ;) Ich bin glücklich, dass er so klasse mitmacht.

Nach der Holzplatte kamen wir dann zur Plane. Wieder etwas geguckt und dann fein rüber gegangen und auch nach ein paar Runden super stehen geblieben. Ich war glücklich. Dann kam die Doppellonge und da hat er auch super mitgemacht. Ich kann nur sagen, ICH finde, dass es wesentlich besser geworden zwischen uns. Die Leckerlies wurden runter gefahren. Also es gibt nur noch eins für das Gebiss aufnehmen und eins für besondere Leistungen. :) Ich muss mich ja auch ändern, nicht nur das Pferd.

An der Doppellonge hatte ich doch so etwas meine Schwierigkeiten, denn ich bekomme das einfach noch nicht so hin, dass der Äußerezügel dran ist oder das ich so schnell reagiere, dass ich das Pferd dann nach außen bekomme. Na ich hab ja Zeit und Gedult das zu üben. An der Doppellonge sind wir dann auch über die Stangen gegangen auf beiden Händen, aber über die Plane und die Platte da wollte er im Trab nicht rüber. Nicht schlimm, es war kein MUSS und so habe ich einfach getan, das es geplant war das er dran vorbei läuft.

Nach 20 Minuten Arbeit, sind wie dann im Schritt nochmal die ganzen Sachen auf beiden Händen gegangen und wie ich glaube ich zum 20igsten Mal sagen möchte, ICH BIN SUPER STOLZ AUF MEIN PFERD!

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